Johann Heinrisch Mische war der Sohn des Moerser Pfarrers Wilhelm Franz Mische und wurde am 22. Juni 1736 getauft. Schon mit 5 Jahren kam er auf das Gymansium in Moers und mit 16 Jahren besuchte er die Universität in Duisburg. Am 27. März 1759 wurde der Priester Johann Heinrich Mische gegen eine Anerkennungsgebühr von 300 Reichstaler von Reinhard von Pelden-Cloudt und Loversforth zum Pfarrer der Gemeinde Kapellen bestimmt. Als Herr zu Loversforth übte dieser das Patronats- und Pfarrbesetzungsrecht in der Pfarrei Kapellen aus.

Zehn Jahre später erhob Pfarrer Mische gegen Reinhard von Pelden-Cloudt den Vorwurf der Bestechlichkeit. Reinhard von Pelden-Cloudt widersprach nicht und wurde von Friedrich II. aus seinem Amt als Regierungspräsident entlassen. 

Heinrich Mische bekleidete das Pfarramt bis zu seinem Tod am 10. Mai 1813, damit ist er der Pfarrer mit der längsten Dienstzeit in Kapellen. In sein Zeit fiel die große Flutkastatrophe von 1783, als der Rhein die Dämme durchbrach und weite Teile des Landes überflutete. Aus dieser Zeit gibt es ein Verzeichnis von Pfarrer Mische, welches einen Eindruck der großen Not vermittelt, er hielt fest, welchen Menschen er mit Almosen geholfen hat. Dort heißt es: 

einem Mann aus Uerdingen, der seine Kühe verloren             
einer Frau aus Kaldenhausen, deren Pferde ersoffen             
einem Kaufmann aus Mülheim, der um Alles gekommen  
einem aus Eversael, dessen Kühe ertrunken                      
Schiffer Hack, dessen Schiff zerbrochen                             
zwei Schiffer von Kölle, die ihre Schiffe verloren                
 1 Reichstaler
 1 Reichstaler
 2 1/2 Reichstaler
 1 1/2 Reichstaler
 2 Reichstaler
 2 Reichstaler

Die Armenpflege lag in dieser Zeit ganz in den Händen der Kirche. Neben den Familien waren zunächst die Nachbarschaften mit verantwort­lich, wenn jemand in Not geriet. Die Zuwendungen für die Armen waren teilweise Naturalien, z.B. Roggen oder Weizen, aber auch Geld. Die Naturalien kamen aus den Ländereien, die der Kirche gehörten.

Ein noch heute zum Teil existierendes Naturdenkmal sind die 12 Apostel. Pfarrer Mische pflanzte zwölf Eiben und im Volksmund trugen sie den Namen "die zwölf Apostel". In einen der Bäume schlug der Blitz ein, so das er im Laufe der Zeit einging. Dieser Baum wurde von der Bevölkerung der "Judas Ischariot" genannt. Die Bäume, die heute noch zu bewundern sind, sind älter als
23o Jahre. Leider mußten bei der Erweiterung der Moerser Straße zwei dieser Bäume dem Verkehrsaufkommen weichen. Ein Dritter ist im Laufe der Zeit so von innen verfault, dass das Presbyterium beschloß, diesen Baum bis auf einen Stumpf zu entfernen, damit ein Abbrechen des Baumes nicht die Kirche oder das alte Pastorat gefährden würde.

Termine allgemein

06
März
Katholische Kirche St. Ludger, Kapellen, Bahnhofstraße

08
März
Dorfkirche Schwafheim

08
März
Dorfkirche Kapellen

09
März
Familienzentrum / Kita, Bendmannstraße 5, Moers-Kapellen

09
März
Altes Pastorat, Moerser Str. 4

09
März
Gemeindezentrum, Bendmannstraße 3

10
März
Gemeindehaus Bendmannstraße 3

10
März
Gemeindezentrum, Bendmannstraße 3 oder im Pastorat Moerser Str. 4

yt icon rgb   Instagram Glyph Gradient RGB   f logo RGB Blue 58   external link 64

Losung und Lehrtext vom 06.03.2026

Der Gerechte erkennt die Sache der Armen.

Jesus sprach zu dem Oberen: Es fehlt dir noch eines. Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach!

© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine